Computerspiele für Kinder – kostenlos
“Computerspiele für Kinder – kostenlos“. Die Idee ist keineswegs neu. Auch ich weiß aus meiner Kindheit noch, dass in den Supermärkten an der Kasse CDs mit Computerspielen lagen, die man kostenlos mitnehmen konnte. Das waren für damalige Verhältnisse sogar qualitativ hochwertige Spiele. Heute werden die Spiele immer weniger über den Supermarkt in Umlauf gebracht, sondern immer mehr über das Internet.
Fast jeder deutsche Haushalt verfügt über einen Breitbandanschluss in das WWW. Doch wieso machen sich die Spiele-Hersteller die Mühe, ihre Spiele ins Internet zu stellen und das kostenlos? Welchen Sinn hat die Idee “Computerspiele für Kinder kostenlos“? – Sicher nicht aus Nächstenliebe, sondern um Profit daraus zu schlagen.
In dem Beispiel aus meiner Kindheit war das Spiel nämlich nicht alleine auf der CD. Es befand sich noch ein Programm eines Internetanbieters darauf, mit dem man seinen Computer mit wenigen Handgriffen an das Weltweite Datennetz anschließen konnte. Über einen Anbieter natürlich, der dabei Geld verdient. Also keineswegs nur Computerspiele für Kinder kostenlos… Doch wie ist es mit den zweifellos auf Kinder abzielenden Spielen im Internet?
Wenn man sich die Seiten, die man bei Google unter den Stichworte Computerspiele für Kinder kostenlos findet genauer ansieht, fällt auf, dass sie voller aufdringlicher Werbung sind. Damit verdient der Anbieter auf jeden Fall Geld. Außerdem liest man, dass nicht alle Spiele kostenlos spielbar sind. Manche muss man erst gegen Geld frei schalten.
Des Weiteren zeigen viele der Browser-Spiele (Browser bedeutet, dass man sie direkt aus dem Internet Explorer oder Firefox spielen kann, ohne vorher etwas downloaden zu müssen) große Ähnlichkeit mit den auf dem Markt befindlichen “Kauf-Spielen”. Sie sollen die Kinder wohl dazu animieren, auch die große Version im Regal zu kaufen. Doch was ist von all dem zu halten? Ist es in Ordnung, dass Unbekannte auf höchst manipulative Art die Kinder beeinflussen?
Wenn man sich im rechtlichen Aspekt kundig macht, verstößt “Computerspiele für Kinder kostenlos” auf jeden Fall gegen kein Gesetz. Und vor allem, was kann man dagegen tun?
Wenn man ein Kind ins Internet lässt, sollte man sich sicher sein, dass es mit den Gefahren, die darin lauern schon umgehen kann. Dabei ist es wichtig, das Kind nicht nur vor Gewaltdarstellungen und ähnlichem zu warnen, sondern ihm beizubringen, Manipulation zu erkennen und sich dagegen zu schützen.
Auch die Suchtgefahr ist nicht zu unterschätzen. Insbesondere, weil es inzwischen Tausende und abertausende von Spielen gibt, was es einfach macht, sich in der Flut zu verlieren. Ist das Kind mit allem vertraut, ist auch nichts gegen eine Runde “Bob der Baumeister-Online” einzuwenden.
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