Die Phake Linsenimplantation – Optimales Sehen auch bei starker Fehlsichtigkeit
Schon längere Zeit werden Laserverfahren angewendet, um Kurz- und Weitsichtigkeit zu verbessern und zu korrigieren. Doch Personen, die unter einer sehr starken Fehlsichtigkeit leiden, ist mit diesem chirurgischen Verfahren nicht geholfen.
Auch wenn die erste Kunstlinse bereits in den 50ern implantiert wurde, sollte es noch lange dauern, bis die Phake Linsenimplantation marktreif war. Die Patienten, denen 1953 die ersten Phake Intraokularlinsen von Doktor Srampelli implantiert wurden, litten unter starken Nebenwirkungen. Durch die Entwicklung von biokompatiblen Materialien und einer fortschrittlicheren Haptik konnten diese bis heute auf ein Minimum reduziert werden.
Heute ist die Phake Linsenimplantation eine gute Alternative zur Lasertechnik; besonders für Menschen, deren Fehlsichtigkeit stärker als -10 oder +4 Dioptrien ist. Unterschieden werden die Phake Intraokularlinsen nach dem Ort, an denen sie eingesetzt werden. Hinterkammer- und Vorderkammerlinsen nennen sich die zwei Varianten. Während die Vorderkammerlinse zwischen Hornhaut und Iris implantiert wird, wird die Hinterkammerlinse zwischen Regenbogenhaut und Augenlinse eingesetzt. Die Linsen bestehen entweder aus Silikon, Acryl oder PMMA.
Um eine Phake Linsenimplantation durchzuführen, muss die Fehlsichtigkeit stabil sein, das heißt sie darf sich nicht mehr stark verändern. Die Augenvorderkammer muss ausreichend tief sein, sonst kann die Implantation nicht durchgeführt werden. Außerdem sollte der Patient volljährig und nicht schwanger sein.
Der Eingriff ist schmerzfrei und wird unter ambulanter Betäubung durchgeführt. Die meisten Patienten können bereits einen Tag nach der Operation klar und scharf sehen. Der Operateur macht einen kleinen Schnitt in der Hornhaut und setzt mittels eines Injektors die Linse ein und positioniert sie.
Die Linsen werden permanent eingesetzt und die Korrektur der Fehlsichtigkeit hält ein Leben lang an. Falls jedoch noch Änderungen auftreten, ist es auch möglich die Linse zu entfernen und ein neue einzusetzen. Die Kosten für den Eingriff sind mit ca. 2.000 Euro pro Auge höher als die Kosten des Laserverfahrens.